Knapp zwei Wochen vor dem Startschuss in Südafrikas Karoo-Wüste hat die Rennleitung des Gravel Burn die finale Startliste veröffentlicht. Doppel-Olympiasieger Tom Pidcock wird nicht dabei sein und auch Nino Schurter, der Anfang September mit einem Bergroller schwer gestürzt ist, steht nun Widererwarten doch nicht am Start. Dafür werden seine Landsmänner Filippo Colombo und Andri Frischknecht, sowie der Straßenprofi Simon Pellaud dieses Jahr angreifen. Allerdings bekommen sie es auf den staubigen Wüstenpisten mit dem brasilianischen XC-Worldcup-Racer und Marathon-Weltmeister Henrique Avancini zu tun.
Tatsächlich könnte das Camp für die Profi-Elite wieder zu den größten Herausforderungen zählen, denn hier gilt auch für sie wieder das Selbstversorger-Prinzip: Ein technischer Support, die Zelte, der Taschentransport und die Verpflegung werden vom Veranstalter gestellt. Doch um das Waschen ihrer Klamotten müssen sich die Teilnehmer selbst kümmern - was bei den Regen-, Hagel- und Schlammkapriolen der Erstausgabe zu einer immer größeren Aufgabe wurde.
Starteten im letzten Jahr nur Einzelfahrer, wird es dieses Jahr nun auch eine Team-Wertung geben. Bis zu vier Fahrer:Innen dürfen sich gemeinsam anmelden.
Außerdem wird erstmalig eine Adaptive-Bike-Kategorie eingeführt. Eine eigene Klasse für Rollstuhlfahrer und Handbiker. Über einen solchen Start hatte auch Tarek Rasouli kürzlich nachgedacht, als er von seiner Transalp mit Danny MacAskill zurückkehrte. Nur wird es auch für ihn mit einer Anmeldung zu spät sein. Aus Sicherheitsgründen wurde die Startliste auf maximal 500 Teilnehmer beschränkt. Aber auch der Aufwand für den Veranstalter würde bei einem größeren Feld einfach zu groß. Immerhin muss auch bei der diesjährigen Route alle zwei Tage das komplette Camp ab- und im nächsten Etappenort wieder aufgestellt werden.
Wer es mit einem Startplatz noch versuchen möchte, kann sich auf die Warteliste setzen lassen. Oder die Profis auf ihrer Hatz durch die südafrikanische Karoo-Wüste lieber noch mal am Bildschirm verfolgen. Die nun verifizierte Liste der Stars aus Roadbike-, Mountainbike-, Cross- und Gravelbike-Szene ist bereits lang:
64 Frauen aus dem Profiradsport haben sich zum Gravel Burn angemeldet. Das ist deutlich weniger als bei der Erstausgabe, als noch 92 Frauen am Start standen. Schade, denn die Teilnehmerinnen erhalten beim Gravel Burn die gleiche Siegerprämie wie die Männer. Mit am Start stehen dieses Jahr aber dennoch internationale Hochkaräterinnen.
Die offizielle Startliste des Veranstalters kann man ab sofort hier einsehen.
Vier Mal werden die Camps in der Wüste dieses Jahr zwei Mal genutzt. Das erspart auch den Teilnehmern das morgendliche Packen.
Infos: gravel-burn.com

Redakteurin
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