Gravel Burn 2026 in SüdafrikaDie offizielle Startliste ist da

Gitta Beimfohr

 · 03.10.2026

Auf Hagel und Schlamm folgten Etappen mit Staub und Hitze. | Foto. Paul Ganse / Gravel Burn
Knapp 500 Starter treten am 25. Oktober zur zweiten Ausgabe des Gravel Burn Rennens in Südafrika an. Darunter wieder eine lange Liste von internationalen Roadbike- und Mountainbike-Racern. 750 Kilometer durch die Karoo-Wüste mit etwas abgeändertem Reglement.

Knapp zwei Wochen vor dem Startschuss in Südafrikas Karoo-Wüste hat die Rennleitung des Gravel Burn die finale Startliste veröffentlicht. Doppel-Olympiasieger Tom Pidcock wird nicht dabei sein und auch Nino Schurter, der Anfang September mit einem Bergroller schwer gestürzt ist, steht nun Widererwarten doch nicht am Start. Dafür werden seine Landsmänner Filippo Colombo und Andri Frischknecht, sowie der Straßenprofi Simon Pellaud dieses Jahr angreifen. Allerdings bekommen sie es auf den staubigen Wüstenpisten mit dem brasilianischen XC-Worldcup-Racer und Marathon-Weltmeister Henrique Avancini zu tun.

Siegerprämie von insgesamt 150.000 Dollar

Tatsächlich könnte das Camp für die Profi-Elite wieder zu den größten Herausforderungen zählen, denn hier gilt auch für sie wieder das Selbstversorger-Prinzip: Ein technischer Support, die Zelte, der Taschentransport und die Verpflegung werden vom Veranstalter gestellt. Doch um das Waschen ihrer Klamotten müssen sich die Teilnehmer selbst kümmern - was bei den Regen-, Hagel- und Schlammkapriolen der Erstausgabe zu einer immer größeren Aufgabe wurde.

Das neue Reglement 2026

Starteten im letzten Jahr nur Einzelfahrer, wird es dieses Jahr nun auch eine Team-Wertung geben. Bis zu vier Fahrer:Innen dürfen sich gemeinsam anmelden.

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Außerdem wird erstmalig eine Adaptive-Bike-Kategorie eingeführt. Eine eigene Klasse für Rollstuhlfahrer und Handbiker. Über einen solchen Start hatte auch Tarek Rasouli kürzlich nachgedacht, als er von seiner Transalp mit Danny MacAskill zurückkehrte. Nur wird es auch für ihn mit einer Anmeldung zu spät sein. Aus Sicherheitsgründen wurde die Startliste auf maximal 500 Teilnehmer beschränkt. Aber auch der Aufwand für den Veranstalter würde bei einem größeren Feld einfach zu groß. Immerhin muss auch bei der diesjährigen Route alle zwei Tage das komplette Camp ab- und im nächsten Etappenort wieder aufgestellt werden.

Wer es mit einem Startplatz noch versuchen möchte, kann sich auf die Warteliste setzen lassen. Oder die Profis auf ihrer Hatz durch die südafrikanische Karoo-Wüste lieber noch mal am Bildschirm verfolgen. Die nun verifizierte Liste der Stars aus Roadbike-, Mountainbike-, Cross- und Gravelbike-Szene ist bereits lang:

Gravel Burn 2026 - die Startliste der Profi-Männer

  • ​Henrique Avancini – der zweifache Mountainbike-Marathon-Weltmeister aus Brasilien gibt sein Debüt beim Gravel Burn.
  • Filippo Colombo - Der 28-jährige Schweizer saß 2021 bei Olympia in Tokio noch im MTB-Sattel, wechselte in letzter Zeit aber auch immer wieder auf die Straße.
  • Simon Pellaud Der Schweizer Straßenprofi wurde im letzten Jahr Zweiter und sucht nach einer starken Saison nun die Revanche in Südafrika.
  • Andreas Seewald – Der Deutsche Mountainbiker hat seit ein paar Jahren ein Abo auf den Marathon-Weltmeister-Titel und wird sich im Duo mit Lukas Baum auch beim Gravel Burn an der Spitze festbeißen.
  • Lukas Baum & Georg Egger - das deutsche Dreamteam der Cape Epic will es in Südafrika nun auf dem Gravelbike versuchen. Aber als Einzelstarter.
  • Karl Platt – wird der Etappenrace-Spezialist und mehrfache Cape-Epic-Sieger dieses Jahr mit breiteren Reifen und Federgabel antreten?
  • Matt Beers Der Lokalmatador konnte das Rennen letztes Jahr gewinnen und wird den Titel mit allem verteidigen wollen. Seine Ortskenntnisse sind natürlich ein großer Vorteil.

64 Frauen am Start

64 Frauen aus dem Profiradsport haben sich zum Gravel Burn angemeldet. Das ist deutlich weniger als bei der Erstausgabe, als noch 92 Frauen am Start standen. Schade, denn die Teilnehmerinnen erhalten beim Gravel Burn die gleiche Siegerprämie wie die Männer. Mit am Start stehen dieses Jahr aber dennoch internationale Hochkaräterinnen.

  • Alison Jackson (CAN) – Die charismatische Gewinnerin von Paris-Roubaix Femmes bringt enorme Sprint- und Klassiker-Stärke mit.
  • Clara Koppenburg (GER) – Eine weitere extrem kletterstarke deutsche Straßenfahrerin, die in diesem Jahr ins Tudor-Gravel-Team gewechselt hat.

Die offizielle Startliste des Veranstalters kann man ab sofort hier einsehen.

Die Gravel Burn Route 2026

Vier Mal werden die Camps in der Wüste dieses Jahr zwei Mal genutzt. Das erspart auch den Teilnehmern das morgendliche Packen.

  • 1. Etappe, 25. Oktober: Graaff Reinet – Blaauwater. 90 Kilometer, 1.450 Höhenmeter. Gleich zum Auftakt geht es hinauf zum Conical Peak, bevor eine ruppige Abfahrt zum ersten Camp führt.
  • 2. Etappe, 26. Oktober: Blaauwater – Blaauwater. 111 Kilometer, 1.450 Höhenmeter. Der Rundkurs führt unter anderem durch das Sneeuberg-Naturreservat und über Nieu-Bethesda.
  • 3. Etappe, 27. Oktober: Blaauwater – Merino. 137 Kilometer, 1.550 Höhenmeter. Die längste Etappe führt über den Wapadsberg-Pass und endet nach dem Anstieg zum Swaershoek-Pass.
  • 4. Etappe, 28. Oktober: Merino – Merino. 61 Kilometer, 550 Höhenmeter. Der kurze Rundkurs dürfte Gelegenheit für ein schnelleres, taktisches Rennen bieten.
  • 5. Etappe, 29. Oktober: Merino – Gwanishi. 128 Kilometer, 1.050 Höhenmeter. Auf Schotterstraßen und Farmwegen geht es weiter durch die abgelegene Karoo.
  • 6. Etappe, 30. Oktober: Gwanishi – Shamwari. 76 Rennkilometer, 700 Höhenmeter. Danach folgt eine 33 Kilometer lange, nicht gewertete Verbindungsetappe ins Wildreservat.
  • 7. Etappe, 31. Oktober: Shamwari – Shamwari. 82 Kilometer, 1.250 Höhenmeter. Das Finale ist ein Rundkurs durch das Reservat, in dem auch Elefanten, Nashörner und Löwen leben.

Infos: gravel-burn.com

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Gitta Beimfohr

Gitta Beimfohr

Redakteurin

Gitta Beimfohr stieg während ihres Tourismus-Studiums ins BIKE-Reiseressort ein, als die Strada delle 52 Gallerie am Pasubio gerade für Mountainbiker gesperrt wurde. Seit Gitta die Alpen zwei Mal im Renntempo überquerte, mag sie am liebsten Mehrtagestouren – mit dem MTB in den Alpen oder per Gravelbike durch deutsche Mittelgebirge.

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