Vuelta a España 2026Vorschau 14. Etappe: Carapaz weiß, wie’s geht: Bergankunft an der Sierra de la Pandera

Sebastian Lindner

 · 04.09.2026

Vuelta a España 2026: Vorschau 14. Etappe: Carapaz weiß, wie’s geht: Bergankunft an der Sierra de la PanderaFoto: Getty Images / Justin Setterfield
Bei der bislang letzten Vuelta-Bergankunft am Sierra de la Pandera 2022 gewann Richard Carapaz.
​Die Vuelta a España ist die dritte und letzte Grand Tour der Saison 2026. Die 81. Auflage führt vom 22. August bis zum 13. September über 3275 Kilometer und rund 58.000 Höhenmeter von Monaco nach Granada. Sie gilt als bislang schwerste Spanienrundfahrt überhaupt. Das ist die 14. Etappe.

Themen in diesem Artikel

​Die wichtigsten Infos zur 14. Etappe der Vuelta a España 2026

  • Samstag, 5. September: Jaén - Sierra de la Pandera
  • 154,5 Kilometer, 4338 Höhenmeter (Bergankunft)
  • Bergwertungen: KM 92,8 (2. Kat), KM 133,2 (2. Kat), KM 154,5 (1. Kat)
  • Zwischensprint: KM 123,6
  • Bonussprint: KM 133,2
  • Start: 13:15 Uhr, Ziel: ca. 17:19 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 14. Etappe der Spanienrundfahrt

Das Profil der 14. Etappe der Vuelta a España 2026Foto: UnipublicDas Profil der 14. Etappe der Vuelta a España 2026

Zwischen den Olivenplantagen von Jaén, wo zu Saisonbeginn seit ein paar Jahren ein Schotterrennen immer mehr Zuspruch findet, beginnt - auf Asphalt - die 14. Etappe der Vuelta. Auf 154 Kilometern warten trotzdem reichlich Herausforderungen, 4300 Höhenmeter und eine Bergankunft an der Sierra de la Pandera, einem Anstieg, der in den letzten Jahren regelmäßig Teil der Vuelta war.

Zunächst aber macht sich das Feld auf gen Osten und fährt dort über 70 Kilometer eine liegende Acht. Obwohl reichlich Anstiege überquert werden, ist keiner davon als Bergwertung klassifiziert. Zurück in Jaén schlägt die Strecke dann einen Kurs nach Süden bis zum Puerto de Los Villares (2. Kategorie) ein. Der Anstieg ist 10,5 Kilometer lang und bringt es auf 5,4 Prozent. Nach dem Gipfel führt die Strecke mit leichtem Westversatz weiter nach Süden zum südlichsten Punkt des Tages, Castillo de Locubín, wo der Zwischensprint ausgefahren wird.

Über den Puerto de Locubín (2. Kategorie) und seine 8,7 Kilometer mit 5,1 Prozent wird Richtung Nordosten der Weg zum Finale eingeläutet. An der Sierra de la Pandera (1. Kategorie) müssen abschließend nochmal fast zwölf Kilometer mit mehr als sieben Prozent gemeistert werden. Zwei Mal setzt der Schlussanstieg kurz ab, das letzte Mal 900 Meter vor dem Ziel. Die drei Kilometer davor sind dafür aber mit bis zu 17 Prozent die steilsten. Die erste Hälfte pendelt sich eher im Bereich von sechs Prozent ein.

Sechs Mal endete dort bereits eine Etappe der Vuelta. Zuletzt 2022. Damals siegte, noch im Trikot von INEOS Grenadiers, Richard Carapaz.

Die Strecke der 14. Etappe der Vuelta a España 2026Foto: UnipublicDie Strecke der 14. Etappe der Vuelta a España 2026

Sportliche Einschätzung zur 14. Etappe der Vuelta a España 2026

“La Vuelta es Más” ist der Name eines Projektes, mit dem das wichtigste spanische Radrennen im Rennkalender auch über das Sportliche hinaus überzeugen will und unter anderem Umweltprojekte unterstürzt. Allerdings ist die Vuelta auch mindestens mal während der Bergankünfte im Rennen Mas. Und zwar Enric Mas. Der Spanier vom Movistar Team hat bergauf im Rennverlauf bislang keine Schwächen gezeigt und es spricht wenig dafür, dass sich an der Sierra de la Pandera irgendetwas daran ändert.

Das Profil der Sierra de la PanderaFoto: UnipublicDas Profil der Sierra de la Pandera

Die Frage ist lediglich: Fährt Mas auch um den Etappensieg oder machen den erneut die Ausreißer unter sich aus? Bislang sah die Movistar-Taktik so aus, dass die Mannschaft die Lücke immer sehr weit aufgehen lassen. Das hielt bislang andere Kalssementfahrer davon ab, im Finale frühzeitig anzugreifen, da der Tagessieg ohnehin weg war. Wenn aber vor allem Felix Gall (Decathlon CMA CGM), aber auch Carapaz (EF Education - EasyPost), Oscar Onley (Netcompany INEOS) oder Sepp Kuss (Team Visma | Lease a Bike) nun umdenken, weil der Gesamtsieg beziehungsweise das Podium außerhalb der Reichweite liegt, geht der Blick vielleicht eher auf Etappen, um nach dem Ausfall von Tadej Pogacar wenigstens kleine Siege mit nach Hause nehmen zu können. In dem Fall würden vielleicht auch sie ihre Teams eher einspannen, um die Ausreißer nicht allzu weit weg zu lassen.

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