BH iRS1Neues E-Rennrad mit 810-Wh-Akku und SEG-Antrieb

Josh Welz

 · 04.09.2026

Schickes Rahmendesign, kraftvoller Motor, dicker Akku: BH schlägt mit dem iRS1 über die üblichen Stränge.
Foto: BH
BH tanzt mit dem neuen iRS1 aus der Reihe der E-Rennräder: Mit 80 Nm und 700 W dringen die Basken ins Revier der Power-E-Bikes vor. Vier E-Rennradmodelle mit Carbon- und Aluminiumrahmen, neuem SEG-Motor und bis zu 810 Wh Akkukapazität stehen zu Verfügung.

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Unser Fazit zum BH iRS1

BH schlägt mit dem iRS1 über die üblichen Stränge. Power-Motor und 810 Wh Akku-Kapazität liegen weit jenseits der Norm. Dass die Spanier mit diesen Rahmenbedingungen beim Top-Modell unter 13 Kilo bleiben wollen, ist sehr ambitioniert.


Was kann der neue Motor?

Der neue SEG-BLM-Motor wurde laut BH von SEG Automotive entwickelt und in Spanien gefertigt. Das Aggregat wiegt nach Herstellerangabe 2,1 Kilogramm, leistet maximal 700 Watt und liefert bis zu 80 Nm Drehmoment. Drehmoment-, Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensoren sollen mit einer Abtastrate von bis zu 1000 Hz arbeiten. BH verspricht daraus eine progressive und natürliche Leistungsabgabe.

Die Energieversorgung ist bei allen iRS1-Modellen gleich ausgelegt. Die fest im Unterrohr integrierte Batterie besitzt 630 Wh. Dazu gehört serienmäßig ein 180-Wh-XPro-Akku, der in Trinkflaschen-Form am Rahmen sitzt. BH gibt eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern mit dem internen Akku und bis zu 190 Kilometern mit beiden Energiespeichern an. Für lange Ausfahrten in bergigem Terrain dürfte die hohe nominelle Kapazität ein entscheidender Punkt sein, zumal der Zusatzakku unterwegs entnommen oder separat geladen werden kann.

Beim Rahmen setzt BH bei den drei höher positionierten Versionen auf Carbon. Rohrformen nach dem Kamm-Tail-Prinzip und eine neu geformte Gabel sollen den Luftwiderstand reduzieren. Die Carbon-Modelle bieten Platz für 32 Millimeter breite Reifen. Das erweitert den Spielraum für Komfort und Grip auf rauem Asphalt. Für das Topmodell Carbon 1.6 nennt BH ein Gesamtgewicht von nur 12,9 Kilogramm.

Die Geometrie ist eher auf Komfort ausgelegt, gleichzeitig sollen kurze Kettenstreben die Agilität unterstützen. Zeitgemäß: die integrierte Kabelführung, das UDH-Schaltauge und die 12-mm-Steckachsen.

Die Bedienung erfolgt über ein im Oberrohr integriertes Display und kabelgebundene iButtons am Lenker. Angezeigt werden unter anderem Geschwindigkeit, Unterstützungsstufe, Reichweite, Leistung, Trittfrequenz und Drehmoment. Über die SEG-App lassen sich nach Herstellerangabe fünf Parameter je Unterstützungsprofil anpassen. Bluetooth-LE-Herzfrequenzsensoren sollen sich ebenfalls einbinden lassen.

Die Baureihe startet bei 3.699 Euro für das iRS1 1.2 mit Aluminiumrahmen und mechanischer Shimano-105-Schaltung. Das Carbon 1.6 kostet 6.999 Euro und kombiniert Shimano Ultegra Di2 mit Vision-TC45-Carbonlaufrädern.

Die wichtigsten Infos zum BH iRS1

  • Antrieb: SEG BLM Mittelantrieb mit bis zu 700 W Spitzenleistung und 80 Nm Drehmoment
  • Motorgewicht: 2,1 kg
  • Akkusystem: 630-Wh-Unterrohrakku plus 180-Wh-XPro-Zusatzakku
  • Gesamtkapazität: Bis zu 810 Wh
  • Reifenfreiheit: Bis 32 mm bei den Carbonmodellen
  • Bedienung: Oberrohrdisplay, iButtons am Lenker und App-Anbindung
  • Rahmen: Carbon bei 1.6, 1.5 und 1.4; Aluminium beim 1.2
  • Preisbereich: 3.699 bis 6.999 Euro

Modell-Ausführungen im Überblick

iRS1 Carbon 1.6Carbon, Shimano Ultegra Di2, 2x12-fachVision TC45 Carbon TR6999,90 €
iRS1 Carbon 1.5Carbon, Shimano 105 Di2, 2x12-fachFSA Team 35 TR5999,90 €
iRS1 Carbon 1.4Carbon, Shimano 105 mechanisch, 2x12-fachShimano RS171 TR4599,90 €
iRS1 1.2Aluminium, Shimano 105 mechanisch, 2x12-fachShimano RS171 TR3699,90 €

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Josh Welz

Josh Welz

Chefredakteur

Josh Welz ist studierter Sportjournalist und prägt als Chefredakteur die publizistische Ausrichtung der BIKE. 2016 griff Welz den E-Trend auf und entwickelte den Titel EMTB. Entsprechend bewegt er sich gerne zwischen den Welten. Da seine Begeisterung für knackige Trails aber größer ist als sein Trainingsfleiß, schlägt das Pendel häufig in Richtung „E“ aus.

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